Skyward

Der DLR-Test, Untertest für Untertest

Der Eignungstest des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt steht am Anfang fast jeder Pilotenbewerbung in Deutschland. Auf dieser Seite steht, was in den einzelnen Untertests verlangt wird und was beim Üben tatsächlich hilft — ohne erfundene Zahlen und ohne Versprechen.

Die elf Untertests

Elf, nicht zehn: Technik und Physik waren in der Prüfung, auf der diese Seite beruht, zwei getrennte Module — kurz nacheinander. Viele Übersichten im Netz führen sie als eines.

Was der Test misst — und was das fürs Üben heißt

Das Ergebnisblatt vergibt keine Punkte je Untertest. Es bewertet Kompetenzbereiche mit je einem Buchstaben, und mehrere Untertests zahlen auf denselben Bereich ein. Wer also in einem Bereich schwach abschneidet, weiß daraus noch nicht, welcher Untertest ihn heruntergezogen hat.

Daraus folgt das Unbequeme an der Vorbereitung: es genügt nicht, den einen Untestest zu üben, der einem am wenigsten liegt. Und es genügt erst recht nicht, den zu üben, der Spaß macht.

Die Überlastung ist Absicht. In allen Untertests liegt das Tempo über dem, was sich sauber bewältigen lässt. Das ist kein Fehler im Aufbau, sondern der Zweck: gemessen wird das Verhalten unter Last. Übungsmaterial, in dem man alles schafft, bereitet auf etwas anderes vor als auf den Test.

Häufige Fragen

Kann man den DLR-Test überhaupt üben?
Teilweise. Was man klar verbessern kann, ist der Umgang mit der Aufgabenart: wer ein Würfelnetz zum ersten Mal im Kopf faltet, ist langsamer als jemand, der es zum fünfzigsten Mal tut. Wortschatz, Physikwerte und technische Grundbilder lassen sich schlicht lernen. Was sich nicht trainieren lässt, ist die Grundkapazität dahinter — und wer etwas anderes verspricht, verkauft eine Hoffnung.
Warum schafft man in den Untertests nie alles?
Weil das so gebaut ist. Die Belastung liegt in allen Untertests bewusst über dem, was ein Mensch sauber bewältigt. Gemessen wird nicht, ob man fertig wird, sondern was man tut, wenn es zu viel wird. Wer im Training das Gefühl sucht, alles zu schaffen, übt am Test vorbei.
Wie lange sollte man sich vorbereiten?
Über Wochen statt über ein Wochenende. Die Dinge, die tatsächlich wachsen — Merkspanne, Tempo bei Vorstellungsaufgaben, Wortschatz — wachsen über Wiederholung in vielen kurzen Einheiten. Ein durchlernter Abend vor dem Termin bringt vor allem Müdigkeit.
Was steht am Ende auf dem Ergebnisblatt?
Keine Punktzahl je Untertest. Das Blatt bewertet Kompetenzbereiche mit je einem Buchstaben — von A (über dem Standard) bis D (unter dem Standard). Mehrere Untertests laufen dabei in dieselbe bewertete Zeile zusammen.

Üben statt lesen

Skyward bildet die elf Untertests einzeln nach, in sechs Stufen je Untertest — die letzte auf Testniveau. Vier Untertests lassen sich ohne Konto ausprobieren.